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amojoo Magazin

Vibratoren: "Dreck am Stecken"

von Michael T.
Dienstag, 12. Dezember 2006

Vibratoren im Test: Viele haben "Dreck am Stecken"

Vibratoren bereichern das Liebesleben

Wenn Vibratoren getestet werden, würde als Ergebnis "befriedigend" schon sehr gut klingen. Aber selbst das mittelmäßige Urteil wurde nicht erreicht...

So vielfältig die Formen, so phantasievoll die Namen. Sie heißen Sinnflut, Inspiration, Lust-Spender, Black Latex Lover, Joystick oder Eroscillator. Mittlerweile werden Vibratoren nicht nur in Stab- oder Penisform angeboten, sondern auch als Delphine, Kolibris und Enten. In Sexshops stehen sie dutzendweise im Regal, Versender wie Orion lassen die Qual der Wahl zwischen 54 Vibratoren, 36 Jellyvibratoren, 33 Naturburschen, 26 Perlenvibratoren, 24 Klassikern, 22 Specials und 19 Sets. Selbst der Otto-Versand, nicht unbedingt die erste Adresse für Sexspielzeug, hat 43 Vibratoren in unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen im Sortiment, die er auf der Rechnung diskret als "Gesundheitsartikel" ausweist. Nach dem Durex Global Sex Survey 2005 brummen sie in jedem fünften deutschen Haushalt. Die Geräte machen unter den Sexspielzeugen den größten Anteil aus.

vibrator fun

Anders als bei den starren Dildos stecken in den Vibratoren Elektromotoren, die das Gerät in Vibration versetzen. Üblicherweise sind die Motoren stufenlos über den Deckel des Vibrators regelbar. Die Mehrzahl ist batteriebetrieben, nur wenige Modelle sind mit Akkus ausgestattet. Aus der Reihe fällt der Eroscillator - im Prinzip eine elektrische Zahnbürste mit speziellen Aufsätzen zur äußerlichen Stimulation, vor allem der Klitoris und der Schamlippen. Er bezieht seinen Strom über ein knapp vier Meter langes Kabel direkt aus der Steckdose. Aufgrund seiner 3600 Schwingungen pro Minute wird er auch als "Porsche unter den Vibratoren" beworben.

Öko-Test untersuchte 22 Vibratoren auf bedenkliche Inhaltstoffe. Das Ergebnis entsetzt: Etliche Luststäbe haben am und im Körper nichts zu suchen. Fast die Hälfte aller untersuchten Vibratoren strotzt vor Schadstoffen und schneidet daher mit dem schlechtesten Testurteil "ungenügend" ab. Immerhin sieben Produkte enthalten aber maximal Spuren unerwünschter Stoffe.

Schadstoffarm sind vor allem die harten, unflexiblen Vibratoren: der "Lover Vib" aus geöltem Ahornholz - das Holz neigt nicht zum Splittern und wird daher auch für Holzspielzeug verwendet (amojoo rät dennoch zur Benutzung eines Kondoms), die Natural Contours-Proudukte aus ABS-Kunststoff, der Hartplastikstängel "HipG Vaginal Vibe", „Natural Contours"-Vibratoren, sowie die flexiblen Silikonstäbe von Tobis Dildos und aus der Fun Factory. Frau muss also nicht auf den Genuss der vibrierenden Stäbe verzichten.

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