von Michael T.
Montag, 10. November 2008

Welt - Aids - Tag
Aufklärung, Schutz, Solidarität. Das sind die Ziele des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember, den in Deutschland die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung gestalten.
Trotz aller Mühen im Kampf gegen AIDS haben sich in diesem Jahr 2,5 Millionen Menschen neu mit HIV, dem Auslöser der tödlichen Immunschwäche infiziert. Das berichtet das Aidsprogramm UNAIDS der Vereinten Nationen. Es rechnet mit 2,1 Millionen HIV/AIDS- Todesfällen in diesem Jahr.
Weltweit leben nach den neuesten Berechnungen etwa 33,2 (30,6 - 36,1) Millionen Menschen mit HIV/AIDS. Der jüngste UN-Aidsbericht korrigiert damit die Schätzung der Gesamtzahl der HIV-Infizierten auf der Grundlage verbesserter Daten um 16% verglichen mit der Vorjahresschätzung nach unten. Unter den Betroffenen sind 15,4 Millionen Frauen und 2,5 Millionen Kinder.
Deshalb ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember jedes Jahr Anlass, auf das Thema aufmerksam zu machen, Solidarität mit den Betroffenen auf der ganzen Welt zu zeigen, aufzuklären und sich für Schutz starkzumachen.
Denn Aids geht uns alle an. "Gemeinsam gegen Aids" heißt der Ruf an alle, ob jung oder alt, Frau oder Mann, homo, hetero oder bi.
Der Welt-Aids-Tag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und 1988 zum ersten Mal von der Weltgesundheitsorganisation WHO durchgeführt. Inzwischen haben die Vereinten Nationen eine eigene Organisation für den Kampf gegen Aids gegründet, UNAIDS, die auch den Welt-Aids-Tag ausruft.
Das internationale Motto der Welt-Aids-Tag-Kampagnen für die Jahre 2005 bis 2010 lautet "Stop AIDS. Keep the Promise!". Es erinnert daran, dass im Juni 2001 Politikerinnen und Politiker aus 189 Ländern auf einer Sondersitzung der Vereinten Nationen das Versprechen gaben, HIV und Aids national und international stärker zu bekämpfen - ein Versprechen, das in großen Teilen immer noch nicht erfüllt ist.