Pornografie für FrauenFreitag, 08. Dezember 2006
... Frauen würden Pornos konsumieren
Wenn sie denn überhaupt Lust dazu hätten. "Ich schätze aber, dass 40 Prozent der Frauen Pornos konsumieren würden, wenn denn das Angebot stimmen würde", sagt die Kulturwissenschaftlerin Corinna Rückert, die vor vier Jahren mit einer Arbeit über Frauenpornografie promovierte. "Doch allein das schmierige Ambiente in Sexshops und Videotheken und die diskriminierenden Titel schrecken Frauen zu Recht ab." Wenn das nicht mal ein wissenschaftlich belegter und trifftiger Grund ist, sich auf amojoo umzusehen... Neben den mangelnden Vertriebsmöglichkeiten gibt es bei der Emanzipation des Frauenpornos einen zweiten Hemmschuh: Sie sind eindeutig teurer in der Produktion. Während die Produktion der rund 800 Fastfood-Pornos, die jeden Monat auf den Markt kommen, zwischen 5000 und 10 000 Euro kostet, sind Qualitätsproduktionen kaum unter 100 000 Euro zu machen. Wenn ein Film dann 30 000 Euro einspielt, gilt das schon als gigantischer Erfolg. Eine Tatsache, die auch Nicolas Barbano, Creative Producer bei den dänischen Pionieren Innocent Pictures, wie die Firma Puzzy Power heute heisst, bestätigen kann: "Wir verlieren viel Geld mit diesen Filmen, weil wir sehr viel Mühe und Aufwand betreiben. Unsere Arbeit ist eben ein wahrer Liebesdienst." Rückerts gerade erschienenes Buch "Die neue Lust der Frauen Vom entspannten Umgang mit der Pornographie" (Rowohlt-Verlag) gibt neben einer intelligenten Einführung ins Thema eigenhändig getestete Film-Tipps, die oft nur in speziellen Frauen-Erotik-Shops zum Wohlf&uumhl;en angeboten werden. Rückerts persönlicher Favorit: "Der Duft der Liebe" von Puaka-Video. Quelle: Sonntagszeitung.ch Inhalt
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